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Mein Nachbar...Teil 3
von Uldo Posch

...ich traute meinen Augen nicht, das war doch Luis in dem Pool. Wie konnte das geschehen? Doch erinnerte ich mich an den heftigen Sturm, der kurz nach dem ich Uwes Haus verließ begann und kombinierte...
...Konnte es sein, das ein heftiger Windstoß den Lieblingsfisch meines Nachbarn ins rettende Nass seines Swimmingpools beförderte? Anders war es auf jeden Fall nicht zu erklären, denn putzmunter zog Luis in der 15 Meter langen Fischrennbahn seine Runden und erfreute sich offensichtlich bester Gesundheit.
Uwe sagte zu mir nur: Siehst du, das nenne ich Schwein gehabt. Das Kerlchen hat Charakter und Glück obendrein.
„Ja aber", entgegnete ich, „wir sahen ihn doch beide auf dem Fußboden liegen und waren der Meinung...", doch Uwe unterbrach mich, um meinen Satz zu beenden... „das er tot sei, genau!" „Doch als ich in das Haus ging, um wegen dem Sturm die Fenster zu schließen und zurückkam, war er verschwunden. Ich dachte mir nichts dabei und glaubte mein Hausmädchen habe die Reste beseitigt, das war wohl ein Irrtum wie du ja siehst." „Aha, auf zu neuen Ufern", hörte ich mich murmeln.

Szenenwechsel...
...in einer Pressekonferenz befand sich Uwe auf einer Bühne vor aufgebauten Mikrofonen und erklärte den wartenden Journalisten: „Nur wer die Schmerzen kennt, die versengte Schwanzflossen verursachen, wird verstehen, dass dies Luis` letzter Sprung war. Offensichtlich war ich in einem Zirkus und Uwe als der dortige Goldfischdompteur erklärte der schreibenden Zunft, dass sein über alles geliebter Goldgrubenfisch Luis, auf lange Sicht das Lampenfieber nicht mehr aushält und daher seinen Job als Feuerschluckergoldfisch aufgeben würde. Dazu kam eben noch die Panne mit dem brennenden Feuerreifen in der heutigen Vorstellung. Luis´ Entscheidung stand somit fest. Ende der Vorstellung.

Szenenwechsel...
...was gibt es denn Leckeres heute abend zu essen, Uwe? Keine Ahnung und er fragte seinen Koch, der ihm kurz und knapp „Sushi" zur Antwort gab. Er servierte diesen Tee und ich wusste es konnte etwas nicht stimmen, ich trinke doch gar keinen Tee und schon gar nicht diesen grünen Brooke Bond - Home Cup - Eastern Kenya Highland Tea, träumte ich etwa wieder? Ganz schien es so. Und dann kam wie versprochen das Abendessen, das zugleich meine Träume von der Freiheit des Goldfischs Luis jäh beenden sollte. In seiner Aufmachung als Clownfisch getarnt, dem Überbleibsel seines Zirkusjobs... aber seht am besten selbst. Man hatte sich noch nicht einmal die Mühe gemacht ihn aus seiner Arbeitskleidung zu befreien.



Ich wachte auf und verspürte leichten Fischgeschmack im Mund, den ich erst mal mit einem Kaffee zu neutralisieren versuchte... Luis war tot und ich meine Träume los, so hoffte ich.

Herzlichst, Ihr
Uldo Posch

E-Mail: info@uldoposch.de

Homepages:
www.uldoposch.de
www.evas-garden.de

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