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Da schau her...©
von Uldo Posch

...arbeitsloser Künstler verunsicherte Kitzbühel! Das ist doch mal eine schöne Meldung. Dieser Satz scheint Gendarmerie Deutsch zu sein? Einem Betrüger von ganz großem Format konnte die österreichische Polizei in Kitzbühel das Handwerk legen. Der seit vielen Jahren arbeitslose Künstler hat sich über einen Monat lang als Millionär ausgegeben und auch wie ein Millionär gelebt. In Kitzbühel gibt es eben legale und illegale Hochstapler wie anderswo halt auch, oder? Egal, wo sie auch erscheinen, beide Typen sind fies!

Bereits im August hatte er sich also in einem bekannten Hotel in Kitzbühel einquartiert. Und in den Tagen darauf hat sich der Hochstapler auf die Suche nach einer teuren Liegenschaft gemacht. Er wurde fündig und unterzeichnete den Kaufvertrag für eine 8 Mio. Euro teure Villa. Er habe eine große Erbschaft gemacht und verfüge über enorme Geldmittel. So ist der 40-jährige Deutsche gemeinsam mit seiner Mutter in Kitzbühel aufgetreten. Daneben bestellte er von diversen Autohäusern sündteure Luxusautos.

Schließlich flog der Betrug auf. Der Verkäufer der Villa hatte Anzeige erstattet und die Gendarmerie begann mit den Nachforschungen. Diese haben ergeben, dass es sich bei dem Mann um einen wenig erfolgreichen Künstler handelt, der seit Jahren keiner geregelten Arbeit mehr nachging. Er lebte mehr oder weniger von der kleinen Rente seiner Mutter. Auch von einer Erbschaft konnte keine Rede sein. Vielleicht waren gar nicht er und die Mutter die eigentlichen Käufer und der Clou ist dadurch vorzeitig geplatzt? Vielleicht wollten aber auch Nicht-EU Bürger, beispielsweise die Russen alles kaufen? Im Winter sieht man genügend Russen mit viel Wodka und Geld in Kitzbühel umherlaufen. Warum hat man ihn denn auch gleich in Haft genommen? Bekanntere Tief-, Pardon Hochstapler, die einen viel größeren Schaden angerichtet haben, sind nach wie vor auf freiem Fuß. Ganz zu schweigen von Bankdirektoren, die unzählige Millionen Euro verwirtschaftet haben. Die kriegen bei uns und anderswo sogar noch ein paar Millionen Abfindung. So schaut die nicht nur österreichische Gerechtigkeit heute aus. Kein Wunder, dass die Jugend null Bock hat, ruft da mancher Österreicher aus. Na ja, nun mal nicht gleich alle über einen Kamm scheren. Was blieb dem armen Kerl denn auch anderes übrig. Als Künstler heutzutage tätig zu sein, bedeutet für sich alleingenommen es nicht leicht zu haben in dieser Welt. Vielleicht war es ja auch nur eine Art Hilfeschrei, um die Öffentlichkeit auf sein Schicksal, noch immer mit der Mutter zusammenleben zu müssen, aufmerksam zu machen. Ich glaube allerdings, das es sich bei dem Hochstapler um einen geflohenen Bundeswehrsoldaten handelte, der sich in Ermangelung weiblicher Anerkennung aus dem Staub gemacht hatte, um mal richtig „auf dicke Hose zu machen", dazu unbemerkt die österreichische Grenze passierte um seiner Kompanie zu entfliehen. Vielleicht waren seine sexuellen Neigungen nicht mehr zu länger zu verbergen, denn zu oft hatte er vielleicht den Spieß umgedreht...
Ist schon komisch, was in den Köpfen mancher Künstler und Kolumnisten so vor sich geht, nicht wahr? Falls ihnen das jetzt alles zu unverständlich klingt, dann halte ich es mit einer Kollegin aus dem deutschen Fernsehen, die eine Politsendung zu moderieren pflegt und wünsche ihnen bis zur nächsten Woche viel Spaß beim Vermehren der gewonnenen Einsichten...

Herzlichst, Ihr
Uldo Posch

E-Mail: info@uldoposch.de

Homepages:
www.uldoposch.de
www.evas-garden.de

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