"Sexualität und geistige Behinderung - Ein Aufruf"
von Kerstin
Ich bin Kerstin, studiere Sozialwesen und tüfftel gerade an meiner
Diplomarbeit. Durch mein Praktikum in einer Werkstatt für Behinderte
habe ich viele Menschen mit einer Behinderung (ob körperlich, geistig
oder psychisch) kennengelernt. Warum starte ich diesen Aufruf ?
Ich möchte mich in dieser besagten Diplomarbeit mit
-Sexualität und geistige Behinderung- beschäftigen, da ich denke, bei
diesem Thema herrscht noch viel "Nachholebedarf". Das heißt viele
Tabus und veraltete Einstellungen bei Eltern, Betreuern oder Lehrern.
In der neueren Literatur, die ich gefunden habe, wird von
Intimsphäre, Selbstbestimmung oder Sexualerziehung von geistig
behinderten Menschen gesprochen. Doch wie sieht es in der Praxis aus?
Haben geistig behinderte Menschen, die in einem Wohnheim leben, eine
Intimsphäre ? Werden sie von ihren Eltern, Betreuern oder Lehrern
sexuell aufgeklärt ? Wie wird diese Aufklärung gestaltet ? Wie gehen
Eltern damit um, wenn ihr treu umsorgtes Kind, sexuelle Wünsche
äußert ? Wie gehen Mitarbeiter in Wohnheimen oder anderen
Einrichtungen mit der Sexualität, Emotionalität und Partnerschaft der
geistig behinderten Menschen um ? Wie verhalten sie sich, wenn ein
geistig behindertes Paar einen Kinderwunsch äußert ? Wie sieht es
medizinisch aus ? Was läuft an Fortbildungen oder Kursen, um
Mitarbeiter in Behinderteneinrichtungen für das Thema - Sexualität -
sensibel zu machen ? Was gibt es an Konzepten?
Ich suche nun Antworten auf meine Fragen, Tips, Literaturhinweise,
Angaben über Fortbildungskurse, Meinungen, Adressen,
Internetseiten,...und trete gern in Austausch mit Euch! Schreibt
einfach an Reinhard oder direkt an mich!
Kerstin
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