Behinderung & Sexualität / Vortrag Für Zugestiegene: Startseite 
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5. Der medizinische Aspekt

Die sexuelle Problematik für physisch eingeschränkte Menschen wird gerade dann offensichtlich, wenn es um die genitale Sexualität geht. Hier spielen doch die körperlichen Einschränk- ungen eine entscheidene Rolle, z. B. bei Menschen mit einer Querschnittslähmung.

Abgesehen von der motorischen Beeinträchtigung, die die Genitalsexualität zu einem organischen Problem werden läßt, gibt es aber auch psychische Indikatoren, die unbewußt sexuelle Schwierigkeiten bei physisch eingeschränkten Menschen hervorrufen können.

Das Bild der Öffentlichkeit, die die Sexualität körperlich eingeschränkter Menschen immer noch für ein Tabu hält, kann soweit verinnerlicht werden, daß ein physisch eingeschränkter Mensch Sexualität als etwas betrachtet, was nicht zu seinem "entstellten" Körperbild paßt. Sexualität kann dann als etwas beängstigendes empfunden und sexuelle Beziehungen könnten möglicherweise gemieden werden (vgl. PONS, 1981, S. 90).

Auch bei Intimitäten zwischen den Partnern darf nicht vergessen werden, daß es hier psychische Probleme geben kann, wie Versagensängste, Scham oder Schuldgefühle dem Partner gegenüber, die für sexuelle Schwierigkeiten, wie z. B. die Impotenz verantwortlich sein können (vgl. PONS, 1981, S. 99).

"Nirgendwo rückt einem die eigene Behinderung so sehr auf die Pelle wie nackt im Bett. Viele Behinderte haben ihre Einschränkungen mehr oder weniger qualvoll zu kaschieren, zu kompensieren und zu verdrängen verstanden. Noch nie hat es eine/r beim Sex geschafft, schon bei Beziehungen nicht. Nirgendwo versagen die üblichen Verharmlosungstechniken so regelmäßig wie bei der Suche Behinderter nach Liebe, Zärtlichkeit und Sex." (PARAPLEGIKER, Heft 2 1995, S. 14)

Im folgendem möchte ich nun die speziellen Störungen der Sexualfunktion bei der physisch eingeschränkten Frau und beim motorisch Beeinträchtigten Mann am Beispiel der Querschnittsläison am Rückenmark eingehen, weil mir zu dieser Art der physischen Beeinträchtigung die meiste Literatur vorliegt (vgl. SCHELLEN, 1981, S. 37-66; PONS, 1981, S. 67-115).





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