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4.1 Die physisch eingeschränkte Frau und ihre Sexualität

Bei der Bewertung von Mädchen und Frauen werden besonders die Kriterien Schönheit und Attraktivität beachtet (siehe auch 1.).

Frauen werden miteinander verglichen und vergleichen sich untereinander. In diesem Wettbewerb schneiden physisch eingeschränkte Frauen immer schlechter ab, als ihre nicht beeinträchtigten Geschlechtsgenossinnen. Motorisch einge schränkte Frauen sind sich diesem "Mangel" bewußt und wissen, daß sie nicht die Möglichkeit haben, mitzuhalten und zu konkurrieren (vgl. EWINKEL u.a. 1990, S. 58).

Die Heiratschancen physisch eingeschränkter Frauen sind laut LAMPP (1971) geringer als die von motorisch beeinträchtigten Männern. Der Grund dafür ist, daß weder körperlich eingeschränkte, noch nicht beeinträchtigte Männer sich eine physisch eingeschränkte Frau als attraktive Partnerin vorstellen können (vgl. WEINWURM-KRAUSE, 1990, S. 84).

Motorisch eungeschränkte Frauen werden weder als potentielle Lebensgefährtin, noch als Partnerin in einer bereits bestehenden Beziehung respektiert. Die Öffentlichkeit würdigt diese Verbindung nicht, indem sie annimmt, daß der nicht eingeschränkte Mann keine "Bessere" abbekommen hat und sie sonst überhaupt keinen "abbekommt".

Häufig verinnerlichen physisch eingeschränkte Frauen diese gesellschaftlichen Vorurteile, um nicht einer "ausgetrockneten, männerdurstigen" Frau zu entsprechen.

Doch sie sind natürlich auch Barrieren ihrer eigenen Selbstverwirklichung als Frau (vgl. EWINKEL u.a., 1990, S. 64-66).

Abtreibung und Sterilisation

Die Voraussetzungen für physisch eingeschränkte und nicht beeinträchtigte Frauen legal einen Schwangerschaftabbruch in der BRD durchführen zu lassen ähneln sich sehr. Allerdings werden körperlich eingeschränkte Frauen häufig als geschlechtliches "Neutrum" behandelt.

Für physisch beeinträchtigte Frauen ist es demzufolge sehr leicht eine Abtreibung genehmigt zu bekommen, denn viele Frauenärzte können sich nicht vorstellen, daß motorisch eingeschränkte Frauen Kinder bekommen und großziehen könnten. Ihre Befürchtung ist, daß Kinder physisch eingeschränkter Frauen selbst auch mit einer Beeinträchtigung geboren werden könnten. Viele Frauenärzte genehmigen deshalb sehr rasch eine Abtreibung unter der medizinischen Indikation. In dieser Hinsicht fühlen sich aber physisch eingeschränkte Frauen diskriminiert, ihrer Meinung nach fallen sie eher unter die soziale Indikation, weil es meist soziale Gründe sind, weshalb sie sich für eine Abtreibung entschließen (vgl. EWINKEL u.a., 1990, S. 71 u. 79).

Auch eine Sterilisation bei physisch eingeschränkten Frauen ist in der BRD nicht schwierig. Wird jungen Frauen unter 32 Jahren vor einem solchen folgenschweren Schritt abgeraten, wird motorisch beeinträchtigten Frauen diese Art von Verhütung als gängige Methode vorgestellt.

Für physisch eingeschränkte Frauen stellt sich also weniger die Frage, ob sie eine mögliche Schwangerschaft durch eine Sterilisation ausschließen möchten, als vielmehr, ob sie das Vorurteil ein geschlechtliches "Neutrum" zu sein durch eine Entscheidung für eine Sterilisation nicht noch mehr entfachen (vgl. EWINKEL u.a., 1990, S. 97).

Vergewaltigung

Das Problem ist, daß physisch eingeschränkten Frauen nicht in unser Gesellschaftsbild als gängiges Vergewaltigungsopfer passen. Da motorisch beeinträchtigte Frauen als geschlechtslose Wesen gelten, wird ihnen meistens bei einer Strafanzeige nach einer Vergewaltigungstat nicht geglaubt. Besonders die Frauen trifft es sehr hart, die in einem Heim oder einer anderen institutionellen Einrichtungen leben. Hier geschehen die meisten Vergewaltigungen an körperlich eingeschränkten Frauen, darüber dringt aber nichts an die Öffentlichkeit.

Motorisch eingeschränkte Frauen können sich wegen ihrer physischen Beeinträchtigung kaum gegen ihren Vergewaltiger wehren und da ihnen bei einer Strafanzeige meistens nicht geglaubt wird, haben Vergewaltigungstäter körperlich eingeschränkter Frauen häufig keine strafrechtliche Verfolgung zu befürchten (vgl. EWINKEL u.a., 1990, S. 89 u. 90).

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