5.2 Störungen der Sexualfunktion bei der physisch eingeschränkten Frau
Sexuelle Störungen
Meist fühlt sich die physisch eingeschränkte Frau als sekundäre Folge der Beeinträchtigung in ihrer
Attraktivität gemindert.
Sexuelle Störungen als primäre Folge der motorischen Einschränkung können aber auch die
Unfähigkeit zum Koitus durch Adduktorenspasmus oder durch Schmerzen beim Beischlaf, bei
intakter Sensibilität sein (vgl. SCHELLEN, 1981, S. 41).
Bei physisch eingeschränkten Frauen treten hingegen motorisch beeinträchtigten Männern meist
geringer sexuelle Störungen auf, da daß sexuelle Verhalten bei der Frau weniger von
Reflexkoordinatoren bestimmt werden, als beim Mann (vgl. SCHELLEN, 1981, S. 43).
Für die physisch eingeschränkte Frau ist es eher wichtig, daß sie sich selbst als anziehend
empfinden kann, erst dann wird sie auch wieder sexuelle Beziehungen eingehen können (vgl. PONS,
1981, S. 113).
Zyklusstörungen
Es ist möglich, daß kurz nach einer Querschnittsläison bei der physisch beeinträchtigten Frau
Zyklusstörungen auftreten können. Meist ist dies eine Folge der Beeinträchtigung an sich, da die
hormonelle Steuerung von Menstruation und Ovulation gestört wurde.
Auszuschließen sind hier aber auch nicht psychische Faktoren, weil die Beeinträchtigung in der
Regel als ein schweres Trauma erlebt wird. Diese Störungen sind aber meist nur von kurzer Dauer,
innerhalb von drei bis sechs Monaten normalisiert sich dieser Zustand wieder.
Die physische Beeinträchtigung an sich hat keinen Einfluß auf die Fertilität (Empfängnis- und
Gebärfähigkeit) der motorisch eingeschränkten Frau (vgl. PONS, 1981, S. 110).
Schwangerschaft und Geburt
Da die Fertilität meist nicht beeinträchtigt ist, ist eine Schwangerschaft durchaus möglich.
Allerdings ist bei einer Schwangerschaft, die schon bei Eintritt einer Querschnittlähmung besteht,
mit einem erhöhten Risiko verbunden, was direkt auf das Trauma zurückgeführt werden kann (vgl.
PONS, 1981, S. 111).
Bei einem Ausfall der Sensibilitätsfunktion kann die Wehenaktivität nicht wahrgenommen werden,
so daß die Schwangere selbst und auch der Arzt Geburtsbeginn oder -beendung nicht bemerken
müssen. Da auch die aktive Bauchpresse der Schwangeren fehlt, muß manchmal eine Extraktion
(Herausziehen des Kindes als geburtshilfliche Maßnahme) zuhilfe gezogen werden (vg. PONS, 1981,
S. 112).
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