5.3 Störungen der Sexualfunktion beim physisch eingeschränkten Mann
Sexuelle Störungen
Probleme, die sich für den querschnittgelähmten Mann beim Koitus oder beim Versuch dazu stellen,
sind einerseits primär genital bedingte Schwierigkeiten, also Erektionsstörungen. Andererseits gibt
es hier auch einige sekundäre Probleme, die durch die physischen Einschränkungen bedingt sind.
Dem querschnittgelähmten Mann ist es kaum möglich bei einer hohen Läsion den aktiven Part im
Liebesspiel zu übernehmen. Offenheit zwischen den Partnern ist deshalb sehr wichtig, um sich
besser kennen und schätzen zu lernen. Entscheidend ist besonders auch der Fortfall von
Leistungsdruck beim querschnittgelähmten Mann (vgl. PONS, 1981, S. 103 u. 104).
Auch für die Partnerin kann es Schwierigkeiten geben. Denn es ist für sie sicherlich nicht immer
einfach, daß sie die Rolle der Pflegerin, die sie tagsüber ausfüllt, am Abend gegen die Rolle der
Liebhaberin austauscht (vgl. PONS, 1981, S. 106 u. 107).
Der querschnittgelähmte Mann muß sich darüber klar sein, daß er seine Partnerin vor eine große
Lebensaufgabe stellt und diese selbst, daß sie diese Verzichtleistung nicht aus einem Überschwang
zum Heldenmut leistet und sich bis zur Selbstaufgabe zurückstellt (vgl. Schellen, 1981, S. 48).
Erektionsstörungen
Erektionsstörungen können einerseits organisch andererseits auch psychisch bedingt sein. Die
psychische Impotenz kann aus Versagensangst, Scham oder Schuldgefühlen gegenüber dem Partner
herrühren. Es ist hierbei notwendig, daß die Partner über diese Problematik sprechen. Darüber
hinaus gibt es Erektionssubstitute (vgl. PONS, 1981, S. 99).
Ejakulationsstörungen
Ejakulationsstörungen werden weniger unter dem Aspekt der erotisch-sexuellen Beziehung
beleuchtet, sonder eher unter dem der Fortpflanzungsfähigkeit. Möglichkeiten gibt es hier in der
manuellen oder mechanischen Reizung, der Elektrostimulation und der medikamentösen
Provokation (vgl. PONS, 1981, S. 102).
Fertilität
Beim querschnittgelähmten Mann liegt eine eingeschränkte Fertilität vor. Denn
Rückenmarksverletzungen haben beim Mann eine gestörte Spermatogenese (Bildung und Reifung
der männlichen Samenzellen) und schwerwiegende Fertilitätseinschränkungen zur Folge.
Das heißt aber nicht, das querschnittgelähmte Männer in der Regel unfruchtbar sind, hier gibt es
doch Ausnahmen (vgl. PONS, 1981, S. 108).
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