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The Allman Brothers Band: hittin' the note
vorgestellt von Chuck

„Wer? Olsen Brothers?" meinte die traurige Gestalt in der CD-Abteilung des Kaufhauses und gab das schon in den Rechner ein. NEIN!!! Aber diese Einzelhandelsfachkraft ist nicht allein – „werisndes?" hab ich schon öfter zu hören gekriegt und spätestens nach den ersten Tönen von „Jessica" hieß es dann, freilich, des kenn ich. Dabei ist diese Band schon von der Besetzung her interessant. Zwei Schlagzeuger, zwei Sologitarren, eine Hammondorgel und ein Bass. Seit den „An Evening with..."- Aufnahmen vor gut zehn Jahren ist auch noch ein Percussionist dabei. Die ABB spielt im weitesten Sinne Blues in ihrem eigenen Stil, geprägt von ausgedehnten Improvisationen. Die Schlagzeuger legen eine breite Basis, auf einem Video hab ich mal gesehen, wie sie sich die Arbeit teilen, die Hammond dickt die Klangsuppe an, der Baß zieht dichte Linien und die Gitarristen solieren drüber – nacheinander, miteinander. Mir drängt sich der Vergleich zu Santana auf, der über einen breiten Rhythmusteppich seine Soli ausbreitet. (BTW, jetzt hab ich gelesen, dass Carlos gar keinen Latin Rock spielt weil das kubanische Rhythmen seien, die er verwendet). Ja – und im 34. Jahr seit Bandgründung und acht oder neun Jahre nach dem letzten regulären Studioalbum liegt wieder ein Tonträger vor – seit 18. März in USA und jetzt auch hier bei uns. Erstmals ist Dickey Betts nicht dabei, das Gründungsmitglied und nach dem Unfalltod von Duane Allman 1971 der Musiker welcher die Band prägte. Dickey schrieb die beiden größten Hits „Ramblin' Man" und das instrumentale „Jessica". Es hieß, Gregg Allman (keyboards, voc) habe ihn wegen seiner erneuten Drogenprobleme rausgeschmissen worauf Dickey schleunigst mit einer eigenen Band auf Tournee ging und eine CD veröffentlichte, so als Gegenbeweis. Die Gitarristen sind jetzt Warren Haynes, der schon vor zehn Jahren ein toller Partner von Dickey Betts war und Derek Trucks, der Neffe von Schlagzeuger Butch Trucks. Mir gefällt die CD ganz gut, andere können sich die ABB ohne Betts nicht vorstellen.

Noch ein paar Informationen: Duane Allman hat mit Eric Claptons Band „Derek And The Dominoes" das berühmte „Layla"-Doppelalbum aufgenommen. Chuck Leavell, der nach dem Tod von Duane in die Band kam spielte später bei den Rolling Stones und auch auf Claptons „Unplugged"-Aufnahmen mit. Der andere Schlagzeuger, „Jaimoe" Johanson ist schwarz – die Allman Brothers waren anno `69 eine der wenigen gemischtrassigen Bands aus den Südstaaten.

Empfehlenswert ist alles aus den frühen Jahren, besonders die „Live at Fillmore East".

Aus neuerer Zeit „An Evening With The Allman Brothers Band", 1st Set & 2nd Set. Die 2000er "Live-Peakin' At The Beacon" ist ausgesprochen langweilig – sie haben auch mehr Tage zum Aufnehmen gebraucht als Songs drauf sind – man kann sich vorstellen, was alles weggelassen wurde.

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