Doppelpack: Scotty Moore – D.J. Fontana All The King's Men & The Best Of The BoDeans vorgestellt von Chuck
Salü zusammen! Wie üblich nach Reinhards Vorgabe Musik vorzustellen die imho mehr Beachtung verdient will ich Euch heut eine VA, eine „Various Artists" CD näher bringen die schon gut fünf Jahre alt ist. Vorn drauf steht Scotty Moore – D.J. Fontana All The King's Men. Mit "King" ist natürlich Elvis Presley gemeint und Moore und Fontana sind die noch lebenden Musiker seiner Band. Übrigens hab ich in einer älteren Quelle „J.D. Fontana" stehen, ich tippe mal, dass man da aktuell einen DeeJay draus gemacht hat.
Initiator dieser CD ist der gute alte Keith Richards von den Rolling Stones. Der hatte seinerzeit eben Scotty Moore als Vorbild wie es in meiner Generation etwa Ritchie Blackmore war. Da haben sich also einige Musiker zusammengetan und gemeinsam mit den beiden älteren Herren eine sehr schöne CD eingespielt. Die Songs selber klingen auch wunderbar old fashioned. Man muss mal auf Fontana hören, wie er ganz simpel mit Vierteln auf dem Becken eine Steigerung erzeugt.
Beteiligt sind neben Keef unter anderem Musiker von „The Band", selber Legende ebenso wie Rod Stewart und Jeff Beck; Lee Rocker von den Stray Cats, Cheap Trick, Steve Earle, Ronnie McDowell und The Jordanaires, einst Backing Chor vom King.
Ein Lied gefällt mir besonders gut, es hat den gar nicht geschmeidigen Titel „Locked Up In The State Of Illinois". The BoDeans. Mal in die ausführlichen liner notes des Booklets geschaut: Bass Gary Tallent, Moment, wer war das? E-Street-Band, logo. Kurt Neumann lead und Sam Llanas, harmony vocals, singen wie die Zeiserl die Herren...
Irgendwann hab ich mir dann The Best Of The BoDeans geholt, sieh mal einer an, da hab ich wohl wieder einiges verpennt. Nein, es ist nicht etwa die Band von Gary Tallent – The BoDeans sind Neumann und Llanas, ein Singer/Songwriter-Duo mit fester Rhythmusgruppe und einige Jahre durchaus ein größerer Act – bloß halt bei uns nicht. 17 Songs auf dieser Compilation, einige Live-Tracks, darunter mein persönlicher Favorit „Still The Night", mal flott und mal schön schmusig. Aber sie schaffen es ohne weiteres nicht schnulzig zu werden.
Irgendwer hat mal gemeint, über Musik zu reden bzw. zu schreiben ist wie ein Mittagessen zu erzählen. In diesem Fall wäre es ein Drei-Sterne-Menü.
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