frau, deine anatomie, dein schenkelschwung, dein kleines knie – ich liebe sie!
deine weiche epidermis, die bleich dein aug umhuellt, das linke, das strahlend wie ein nachtstern is, das rechte mit dem lasziven blick, bisweilen macht es mich verrueckt...
ich koennte toeten.
madame, welch ein geruch von salz & lake enstroemt dem sanften auenwald eurer scham. mein puls pulsiert & schlaegt alarm.
oh blume, du! du veilchen oder primel, oleander & jasmin, kamelie, rose, ja, oh rose, daß ich dich preise, dich speise, dich kose, die hose mir vom leibe kleide, fortschmeisze, dich an mich reisze, dein nachtschwarzes haar als samtvorhang, vom plattenspieler nachtigallengesang & dann mit dir voegeln stundenlang. meine naegel ritzen ein liebesdiagramm dir sanft in deinen nacken wie wo wir im rhythmus uns wiegend wolluestig schwitzend & liebeskrieg fuehrend entsetzlich entschlacken.
frau, frau! dein mund oeffnet sich, ich liebe dich, ach ist die liebe nicht widerlich! wir sinken nieder, gerinnen zum tier, du klebst an mir, ich haenge in dir. als derart verharktes paar stelln wir ne swastika vorm sonnentor dar.
frau, mich betoeren deine einsamen worte, dein weiblicher slang, dein glutvoller mund, deiner schultern weichgezeichnetes rund, deine schluchten, dein schmuckbehangner busen, deine fein destillierten aromen aus den labors von grasse. ich mag dich nasz & von hinten, von vorn, mit finten, nach norm oder nonkonform. voegeln macht spasz!
madame, als wenn es das schon waer, wegen wesentlich mehr hetz ich hinter euch her. hat man euch heut ueberhaupt schon gesagt, dasz ihr es seid, madame, die die welt strahlen & das lachen in meine visage macht, hat man das schon gesagt oder nur stumm auf ihren prachtarsch gestarrt?! (ein verbrechen waer das, man bestrafe es hart!) eure ringumwundnen finger will ich besaugen & verschlingen, ihre haltung ist gar zu apart, ein edles gebet, welch schlimme dinge die wohl vollbringen, bevor das sonnentor die stunde der liebe beschlieszt? schlafwarm & spaet.
madame, wenn sich euer zahnpastaatem dem meinen mengt, dann weisz ich erst, was leben heiszt. wenn den anemonen unter euren achseln ich meersaft entpresse, berieche eures haupthaaransatz` junge zypresse. der duft fliegt auf & mischt sich dem eurer scheidennaesse. dann erst weisz ich, was leben heiszt. wenn die gegenseitig erteilte, nun enteilte erschoepfung mit einem perlwein man begieszt, gesogen aus den korallen eures hautflaums. ende des traums.