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Absurdistan - Der Wochenrückblick

Abgesehen davon, das es in der letzten Woche nichts sonderlich Neues gab, sieht man mal davon ab, dass der Christopher Street Day als weltumspannendes Ereignis Erwähnung verdiente, gab es vielleicht doch noch was, oder?
Da lese ich auf einmal im Weltweitnetz irgendwas von der Aktion, „Rettet den Mann“, von einer dieser tageslichtauglichen Hochglanzmagazine und dachte mir, „Yes!“ Danach haben wir Männer doch immer gesucht. Es soll ja tatsächlich noch Frauen geben, die auf die innere Werte des Mannes stehen und dabei behaupten, man könne nur so bei ihnen punkten. Männer dagegen brauchen was Handfestes, Essen und Sex, oder etwa nicht?

Jungs, was ist eigentlich los mit euch? Vorbei sind die Zeiten, als der Kerl mit der erlegten Beute nach Hause kam, die Füße auf den Tisch legte und den Ton angab. Okay, Frauen forderten die Gleichberechtigung, aber mussten wir deshalb gleich anfangen, zur Pediküre zu gehen? Wahre Männer, bitte kehrt zurück, denn die Frauen brauchen euch und beschweren sich auch nie wieder, wenn ihr die Füße auf den Tisch legt! Fortan helfen sie auch bei der Selbstfindung, ehrlich!

Dazu bedarf es nicht viel. Einfache Fragen beantworten und dieser Männertest ist bestanden, gibt er doch sogleich nach Beendigung Auskunft darüber, was für ein Typ „Mann“ man denn nun gerade ist. Wer oder was bin ich denn, dachte ich mir und ging brav die Fragen durch. Im Schnelldurchlauf sozusagen. Ich war also dass erste Kind, das sich rasierte, bestelle in der Kneipe Tequila und baue auf einer einsamen Insel Sandburgen. Rette die geschenkte Million von einem noch mir unbekannten Gönner ins Steuerparadies auf die Virgin Islands und auf die Frage wen ich am meisten bewundere, Brad Pritt, George Bush oder Supermann antwortete ich, na klar Supermann, was sonst! Ich wollte durch den Test und nach 12 Fragen und Multiple Choice Antwortmöglichkeiten hatte ich es geschafft. Ein Klick von der Rettung entfernt zündete ich mir eine Zigarette an und starrte aufs Ergebnis.

Ich war also ein Kind im Mann, besser wollte ich es sein. Seit auf Spielplätzen der Zutritt nur noch mit Eltern erlaubt ist, trifft man mich gern in den Halfpipes oder in der Comic-Abteilung. Zu erkennen war ich am Skateboard unter dem Arm und der Hose am herunterrutschen. Falls doch Gürtel, dann mit Kerben – für jeden Vollrausch eine. Meine Rettung ein ganzer Mann zu werden bestand darin, mein kreatives Potenzial in Richtung Gesellschaftskritik lenken zu lassen, bei Christoph Schlingensief hat es schließlich auch geklappt. Doch nicht genug gab man mir gleich auch noch das Konterfei von Erkan und Stefan, den Döner-Tieren und mörderscharfen Bunnys der deutschen Blödelszene mit ins Antwortkörbchen. Mittelpunkt meines Lebens sei ja schließlich die Männerfreundschaft. Mit einem Griff in mein eigenes Gemächt zollte ich den beiden aufopfernd meinen Respekt und danke Amica für meine Rettung als Mann.

Nun weiß ich endlich wie ich so bin, als Mann!

Na dann bis nächste Woche, herzlichst ihr
Uldo Posch

E-Mail: info@uldoposch.de

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