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Kurioses aus Absurdistan
von Uldo Posch

Salonfähige Arschbomben sind keineswegs irgendwelche Partykracher, die zu besonderen Anlässen Einzug in die VIP Clubs gehalten haben, falls sie das jetzt denken sollten..."Splashdiving Worldchampionship" nennt sich die Sportart im angelsächsischen dann auch. So soll sichergestellt werden, dass fortan jeder in der Welt mit dem Begriff was anfangen kann. Ausgetragen wurde die Weltmeisterschaft vom Zehn-Meter-Brett nun im saarländischen Dillingen. Vom 10 - M e t e r - Brett bitteschön ... wobei doch jeder weiß, dass schon Sprünge vom Drei-Meter-Brett posttraumatische Erinnerungen fürs Leben mit sich bringen können, von denen sich zu erholen schwer genug ist ...

Ich bin zwar nicht von vorgestern, aber was ist denn das jetzt, "Arschbomben Weltmeisterschaft"? Ich erinnere mich noch ziemlich genau daran wie wir als Jungs, ziemlich grün hinter den Ohren, im Schwimmbad hier und da uns einen Spaß daraus machten die vorbei ziehenden Badegäste nass zu machen, oder den Bademeister zur Weißglut zu bringen. Da gab's keine Pokale oder Applaus, außer von den Kumpels natürlich, die sich draußen schepp lachten, wenn die Omi mit ihren 80 Jahren einen Seitensprung wagte um der Fontäne zu entgehen und sich dabei den Fuß brach. Ja, sie lachten auch noch als mir die Badehose platzte, weil ich mich verrechnete und so unglücklich aufs Wasser aufschlug, dass meine Gucci Shorts für Arme in zwei Hälften riss und ich für öffentliche Erregung sorgte und sie lachten immer noch als ich schmerzverzerrt aus dem Becken stieg und meine Wunden leckte.

Heutzutage nennen sich die Figuren "Potato", "Cannonball" um nur zwei von mittlerweile zwölf zu nennen, die sich eine Jury ausgedacht hat. Es werden Noten wie beim Eiskunstlaufen verteilt und geringe Anzeichen von Schmerz in den Gesichtern der Protagonisten werden ebenfalls positiv gewürdigt. Doch im Mittelpunkt steht die technische Ausführung, Virtuosität in der Flugphase, das Eintauchen und das A und O des ganzen sei die Körperspannung. Denn falls diese nicht richtig aufgebaut wird tut es weh und ich schätze, dass die Zuschauer das doch besonders lieben, oder?

Bisher ist diese WM ein Dreikampf zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz, doch der Initiator Oliver Schill hofft darauf dem Sport internationale Anerkennung zu verschaffen. Dabei helfen könnten ihm in Zukunft australische und kanadische Ärsche, die ihr Kommen für die nächste WM bereits signalisiert hätten. Also bitte nicht wundern, falls ihnen bei einem ihrer nächsten Freibadbesuche Arschbomber begegnen. Man erkennt sie am einfachsten am gekrümmten Gang und einer etwas verformten Körperhaltung, weitere typische Anzeichen sind die roten Striemen auf dem Rücken und der auffallend verzerrten Gesichtsmaske ... keine Sorge, die Jungs kommen vom Training und nach ein paar Stunden ist auch wieder alles gut ...

Diejenigen, die beim Sprung vom Zehn-Meter-Brett eventuell das Sieben-Meter-Brett touchiert haben oder gar am rückfederten Drei-Meter Glasfieber Brett hängen blieben, kriegen sie ohnehin nicht zu Gesicht. Für solche Teilnehmer sind die Schmerzen auch wesentlich kürzer zu ertragen als für die Teilnehmer die es ohne Kontakt bis in Wasser schaffen, glauben Sie mir!

Und ehrlich gesagt bin ich jetzt auch froh, dass ich damals nur des Bades verwiesen wurde als der Rentner vor Schreck sein Gebiss verschluckt hat, weil er zur falschen Zeit am falschen Platz war. So blieb ich nämlich von da an verschont zum Leistungssportler heranzuwachsen, nur um auf die Frage was für einen Sport ich denn ausübe antworten zu müssen: "Hochleistungs- Arschbomber".... Nee, ehrlich ...

Allerdings zeigt uns diese absurde Wochengeschichte eines ja ganz deutlich. Man sollte mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit, in diesem Sinne bis zur nächsten Ausgabe aus Absurdistan,

Herzlichst,
Uldo Posch

E-Mail: info@uldoposch.de

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