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Alles nur Müll Absurdistan Rückblick einer absurden Woche 26.7.2004
Von Uldo Posch

Die Altpapiersammlung in Österreich hat einen Rekord erreicht. 32,5 Kilogramm haben die Österreicher im ersten Halbjahr 2004 pro Kopf erreicht. Am fleißigsten sind die Wiener. Dicht auf den Fersen sind die Vorarlberger. Absolut betrachtet sammelte also in den ersten sechs Monaten des Jahres jeder Wiener 37,7 Kilogramm. Unlängst war zu lesen, dass in einem Müllcontainer Katzenviecher gefunden wurden, inklusive Katzenklo. So gesehen muss es wohl stimmen, dass die Wiener ihren Müll Österreichweit am besten trennen. Nicht jeder, der in Wien wohnt, ist eine Wiener. Ist auch nicht so wichtig, es wird eh alles verbrannt, deshalb kann man eigentlich alles in den Restmüll werfen, die Filter fangen das schon auf. 7-10 kg pro Haushalt sind Zwangsbeglückungen des roten Wien. In den Städten ist auch die Papierflut am größten. Tonnenweise wird der Werbemüll die Stiegen hochgetragen und ungelesen wieder von den Bewohnern in den Keller geschleppt. Da rührt sich auch keine Kritik bezüglich Rohstoff- und Energieverschwendung. Denn die schreibende und werbende Gilde besitzt, das Monopol der Meinungsmacher. Jetzt soll auch noch die Werbesteuer fallen damit sich der Unfug vervielfacht. Einfach in den nächsten Briefkasten einwerfen und dem Absender kostenpflichtig zurücksenden. Mir ist es ja wurscht, aber das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass Wien eben ein Ballungsraum ist und die Sonntagszeitungen alle gratis sind. Diese Jubelmeldung wäre nicht notwendig gewesen, wenn diese verdammten Werbezettelfirmen, nicht überall ihren Müll hineinstopfen würden. Aber aktuell befiehlt man ja schon per Gesetz(!), dass der Bürger diese Papiersintflut in seinem extra auf eigene Kosten dafür umgestalteten Briefkasten, über sich ergehen, lassen muss.

Eine Zeitung mit Werbebeilage z.B. ist kein Buch und morgen schon von gestern. Menschen entledigen sich ihrem Müll auf individuellste Weise und werden regelrecht von geduldigem Papier überflutet. Wen wundert es also, das man müde wird, all diese bunten Flyer und Falter unzensiert in den Papierkorb zu befördern. Wegwerfgesellschaft oder Produktionstycoon? Zielgruppengesteuertes Marketing vor den Augen, immer dem schnöden Mammon auf der Spur, degenerieren wir vor uns hin und landen als Protoplasmaverschnitt irgendwann im Nirwana. Was bleibt, ist im günstigsten Fall ein Häufchen Asche und 7 Gramm Materie, die ungehindert in die ferne Galaxie entweichen. Daran hindern uns auch die Zeitungsmacher nicht. Doch bleibt die Frage, ob wir es nicht selbst in der Hand haben, uns Zeit Lebens einigen Medien zu verweigern oder besser noch, wieder mehr miteinander kommunizieren und dem gesprochenen Wort den Vorzug erteilen sollen. Information muss sein, kein Veto meinerseits. Aber was da einem Alles ins Haus flattert und einige infiziert, dürfte nicht das Papier wert sein, auf dem es gedruckt ist.
Mein Tipp an all diejenigen, die ihre millionenfach gedruckten und überflüssigen Werbebotschaften unter die Leute bringen müssen: schickt sie doch gleich in das Recyclingverfahren ohne erst die Briefkästen der Leute zu belästigen. Sie sind es leid und keine unmündigen Bürger, die nicht wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. Es gibt genug Möglichkeiten heutzutage zu informieren und sei es die wörtliche Rede, die nicht davon abhängig ist, was man gestern wieder in der Post fand.

Bis nächste Woche, Ihr Uldo Posch

E-Mail: info@uldoposch.de

Homepages:
www.uldoposch.de
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