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Von Pfifferlingen, Pflegeheimen und Plantagen
von Uldo Posch

Eierschwammerl oder wie man noch sagt Pfifferlinge, können eine Menge Ärger verursachen. Nicht in erster Linie im Gaumen, da dürften sie eher Anlass zur Freude auslösen. Vielmehr im Kofferraum eines Fahrzeugs und noch unverzehrt bringen diese leckeren gelben Fruchtkörper manchmal Ärger ein. So ist diese Woche gekennzeichnet von Pilzen, Pflegeheimen und Plantagen. Aufsehenerregende Fälle, die keinesfalls unter den Teppich gekehrt werden dürfen. Der Amtsschimmel einerseits wiehert schallend laut während andererseits Justitia mal ihre Augenbinde etwas lüften sollte, um genauer hinzuschauen. Da hat doch ein Bauarbeiter mit seinen beiden Kollegen in Glödnitz bei einer Verkehrskontrolle 158 Kilo dieser schmackhaften Pilze im Kofferraum transportiert und wird bei einer Verkehrskontrolle ertappt. Wahrscheinlich lag das Auto an diesem Samstagnachmittag tiefer als an anderen Tagen und es kam was kommen musste. Eine Anzeige erfolgte, denn man darf ja in der Zeit vom 15. Juni bis 30 September in Kärnten eben pro Kopf und Tag nur zwei Kilogramm Pilze sammeln. Aha! Vielleicht aber befanden sich eben diese robusten Kerle geradewegs auf dem Weg zu dem Pflegeheim, wohin die Beamten die Pilze zur Verwertung später ohnehin gebracht hatten. Über den Zustand der Pflegeheimbewohner nach Verzehr der Ware ist bisher nichts bekannt geworden, was auf eine Verschlechterung der gesundheitlichen Verfassung schließen lassen würde. Es könnte ja sein, das sich dort ein paar giftige Sporen eingeschlichen haben und dann käme es womöglich noch zur Aufwertung der Anzeige und man wirft den Bauarbeitern Pilzdiebstahl mit Todesfolge vor. Ganz anders ist der Fall gelagert, der derzeit in Klagenfurt verhandelt wird. Dort entdeckte man die größte Hanfplantage in ganz Kärnten. Computergesteuert und dosiergedüngt verständigten sich ein Tiroler, ein Rumäne und ein Villacher einvernehmlich darüber, eine 400 qm große Anlage mit Cannabispflanzen zu bestellen um so einigen das Leben in Zukunft etwas leichter zu gestalten. Dabei schädigt der Gebrauch von Cannabis einer US-Studie zufolge nicht dauerhaft die Hirnfunktion, doch ist mit derlei kommerziellen Projekten nicht zu spaßen. Da spielt es auch keine Rolle, das andere illegale Drogen und Alkohol genau diese Wirkung aber aufweisen. Mindestens 12.000 Setzlinge wurden bereits verkauft. Sie wurden u.a. künstlich beleuchtet, es gab Maschinen für Ernte, Entlaubung und für das Trocknen der Pflanzen. Nach ihrer Verhaftung gaben die Männer an, diese Setzlinge an verschiedene Hanfshops in ganz Österreich verkauft zu haben. Beschlagnahmt wurden Produkte im Wert von 180.000 Euro. Zuvor dürften die Drei schon 70.000 Euro eingenommen haben. Und vielleicht gingen auch einige ins Pflegeheim, wo zuvor schon die Schwammerl gelandet waren, Genaues weiß man allerdings nicht. Vielleicht ist das aber auch der Grund für das beharrliche Schweigen der Heimbewohner. Vielleicht waren aber genau sie es, die unbeobachtet von der Öffentlichkeit die Ursache für diese Vorkommnisse sind. Nur um ihren Lebensabend zu genießen und sich dabei mit Pilzen und Hanf einließen und nun mit vollgeschlagenen Bäuchen sich zu einem allabendlichen Sit-in im angrenzenden Park zusammengefunden haben um ein ganz entspanntes Nickerchen abzuhalten. Fragen über Fragen mal wieder, die es zu klären gilt. Ich bleibe dran, versprochen.

Herzlichst, Ihr
Uldo Posch

E-Mail: info@uldoposch.de

Homepages:
www.uldoposch.de
www.evas-garden.de

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