Sie wird munter und verspürt einen Drang der sie zum Aufstehen zwingt. Schlaftrunken kriecht sie aus dem Bett, torkelt zur Toilettentür. Licht einschalten, hinsetzen. Ahh, endlich verspürt sie Erleichterung, ist mit ihren Gedanken schon wieder in der wohligen Wärme des Bettes. Da gewahrt sie eine Bewegung am Fußboden. Starrt genauer darauf. Schon wieder so ein Fischchen, die tauchen immer wieder auf. Sie greift schon zum Papier um es zu töten und der Muschel anzuvertrauen, da hält sie inne. Noch ein Tierchen, ein kleineres. Sieht aus wie das Kind des anderen. Ist das Mutter und Kind? Vielleicht der erste Ausflug des Kleinen?
Sie ist selber Mutter von drei Kindern und überlegt nun wie das wäre wenn ein Riese käme und eines ihrer Kinder töten würde. Wie sehr sie darunter litte. Oder sie selbst käme in den großen Pranken des Riesen ums Leben. Ihre Kinder wären sehr traurig.
Sie denkt, dass diese Fischchen ja eigentlich keinen Schaden anrichten. Sind auch Lebewesen. Warum also zerquetschen und den grauslichen grauen Fleck wegwischen müssen. Lebt weiter ihr Tierchen und genießt es. Sofern man einem Leben in der Toilette etwas abgewinnen kann.
Ruhigen Gewissen`s begibt sie sich wieder ins Bett und gibt sich dem Schlaf des Gerechten hin.
Möglicherweise hat das Schicksal anderes vorgesehen. Denn in einer Ecke sah sie ein Spinnennetz.
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