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Von all den Dingen, die wir im Laufe der Zeit zu vergessen drohen
Kostbarkeiten – alte Ordnung
Ich habe meine Sinnlichkeit
Ganz hinten im Regal vergessen und versteckt
In hübschen kleinen Päckchen
Und von mir selbst fast unentdeckt
Im Glauben, dass ich andern danken müsste
Wenn ich ins Paradies verführe
Ich habe meine Einzigartigkeit
Zerreden lassen und beinah zerstören
Mich ihrer kaum erinnert
Als würde sie nicht gänzlich mir gehören
Im Glauben, sie sei eingebildet und, dass ich
mich besser gar nicht rühre
Ich hätte die Persönlichkeit
Die mein ist, beinah völlig aufgegeben
Geopfert und begraben
Als sei sie fort aus meinem ganzen Leben
Im Glauben, dass sie nur fiktiv vorhanden war
Und dass sie keinen interessiere
Ich hätte Wut und Zorn und Kraft
Zu mir gehörig, beinah ausgeschlossen
Verboten und verpönt
Um lieb zu sein, stets freundlich unverdrossen
Im Glauben, dass mir Wut und Zorn nur bringen,
dass ich die anderen dabei verliere
Ich hätte Charme, ich hätte Mut
Beinah zerreden lassen ohne jedes Muss
Meine Erfahrungen verloren
Als gäb es beides nicht noch immer und im Überfluss
Im Glauben, dass der Blinde mehr als ich erkennt.
als wäre ich es, die sich nicht mehr spüre
Kostbarkeiten – neue Ordnung
Jetzt hab ich aufgeräumt
Man glaubt nicht, was man alles findet
In Schränken und Kommoden und in Kisten
Und wie sich plötzlich alles neu verbindet
Man muss sich wirklich trauen
Einmal richtig auszumisten
So viele wichtige und tolle Dinge
Zu tief in Schubladen verborgen und vergraben
Ich hole alles raus und freue mich
Es noch zu sehen und es noch zu haben
Ich füge alles neu zusammen
Und – sieh an - ich finde mich
In meiner Ganzheit und in meiner Fülle
Egal, ob diese Summe jedem schmeckt
Vollkommenheit ist ohne Relevanz
Was wichtig ist, ich habe mich entdeckt
Was kümmert mich der Blinde, was der Stumme
Was kümmert andrer Ignoranz
Seht her ich lebe, atme mit dem Herzen
Und jede kleine Narbe atmet mit
Mein Herz schlägt mit dem Takt des Lebens
Ich laufe, spüre jeden Schritt
Auch wenn ich falle, Berge vor mir liegen
Ich lebe sicher nicht vergebens
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Christiane L.
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