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Malu, oder wie er die Welt veränderte - Rettung im Sumpfgebiet

Inzwischen waren die beiden jungen Leute schon wieder einige Tage unterwegs. Sie konnten sich glücklich schätzen, daß sie bis jetzt die Sache halbwegs heil überstanden hatten.
Zu regnen hatte es zum Glück nach schier endlosen 72 Stunden auch wieder aufgehört.
Doch man durfte sich wohl nie zu früh freuen. Noch hatte die Sonne nicht den Weg durch die dichten Wolken gefunden und die beiden Abenteurer waren noch weit davon entfernt, ihr nächstes Etappenziel - hoffentlich heil - zu erreichen. Wer weiß, welche Gefahren ihnen noch auflauerten? Vielleicht paßten sie die Räuber irgendwo ab, oder ein schreckenerregendes Tier lauerte ihnen auf? War alles schon einmal dagewesen. Doch mit dem, was jetzt eintrat, hatten sie zu dieser Stunde nicht gerechnet. Nicht nur, daß sich das Gelände hügeliger, wenn nicht sogar richtiggehend gebirgig erwies und sich ihr Wanderweg als ein ewiges Auf und Ab entwickelte. Das wäre noch gar nicht so schlimm gewesen. Jetzt kamen sie auch noch in ein sehr trügerisches Gebiet. Die braune Erde in der Talsenke, die sie gerade munter durchquerten, präsentierte sich ihnen immer weicher, feuchter und glitschiger und unsere tapferen Helden sanken oft bis zu den Knöcheln im moosigen Untergrund ein. Das war eine der gefürchteten Sumpflandschaften, die den Angaben reisender Händler zufolge schon so manchem Menschen das Leben gekostet und den Tod gebracht hatten.
Die Opfer wandelten oftmals friedlich aber vielleicht doch ein bißchen zu unvorsichtig dahin und schwups verschwanden sie schon im hinterlistigen Boden, der sich kurz zuvor noch als relativ fest, jetzt aber auf einmal als gemeingefährlich und alles verschlingend erwies.
Lema und Buxi hatten das bis heute stets für ein spannendes Märchen gehalten, für den interessanten Auswuchs einer übereifrigen Fantasie, denn Reisende übertrieben gerne, aber hier wurden sie eines besseren belehrt. Bei jedem Schritt begleitete sie ein schmatzendes Geräusch, welches entstand, wenn sie den eingesunkenen Fuß wieder und wieder aus dem Morast ziehen mußten. Aber solange es nicht ärger wurde, konnten sie diese Situation locker meistern. Was uns nicht umbringt, das macht uns nur härter, lautete schon damals ihr oberster Leitspruch.
Es kam schlimmer. Denn Buxi ging diesmal einige Meter weiter vorne. Ein starker Mann mußte einer Frau immer den richtigen Weg weisen, immer ein Stück voraus sein. Er war er. Ihm machte es Spaß und Lema war es ziemlich egal. Sollte er sich doch manchmal wie ein Pascha und Führer benehmen. Das tat ihr nicht besonders weh. Außerdem mußten die beiden ja nicht immer wie Kletten beieinander kleben.
Auf einmal geschah es. Er ging unter. Seltsam. Gerade noch auf relativ sicherem Boden, jetzt unbarmherzig von der Erde gepackt und hinabgezogen. Langsam sank er immer tiefer und tiefer und das ohne jeglichen schlechten Lebenswandel. Sollte hier seine Reise ein abruptes Ende nehmen? Waren alle seinen mühsamen Bestrebungen, den Mordfall aufzuklären, umsonst? Die Vermutung war nicht völlig von der Hand zu weisen, denn es gelang ihm nicht so recht, sich aus dieser tödlichen Umklammerung zu lösen. Im Gegenteil, er sackte durch seine hektischen Bemühungen unnötig verwundbar und unsicher geworden immer weiter ab. Der übelriechende Morast sog ihn immer weiter auf, verschluckte ihn langsam aber sicher mit einer noch nie zuvor erlebten Unbarmherzigkeit.
Lema konnte zuerst nur ungläubig zusehen. Ihr Freund war wohl unweigerlich dem Tode geweiht, wenn sie nicht sofort rettend eingriff. War er es wert? Ja! Denn jeder Mensch hatte ein Recht zu leben, angefangen vom Ungeborenen im Mutterleib bis hin zum Greis. Buxi lag irgendwo in der Mitte dieser Skala, gehörte also auch dazu. Außerdem handelte es sich um ihren Freund, den sie über alles liebte. Doch wie sollte sie es anstellen? Guter Rat war teuer, normalerweise. Aber was war schon normal. Das vor Jahrtausenden gemeinsam zu bestehende Abenteuer sicher nicht.
In diesem Moment war die Lösung billig aber auch recht, denn sie erblickte einen großen und starken Ast. Der dazugehörende schon abgestorbene Baum stand ein paar Meter weiter auf einem Hügel. Doch sein Ableben konnte im Moment als nebensächlich abgetan werden. Heutzutage praktiziert man es bei toten Gewächsen schließlich auch nicht anders.
Vorsichtig näherte sie sich dem großen Holzstück. Ihr sollte nicht das gleiche Schicksal ereilen, mit dem ihr Freund jetzt zu kämpfen hatte. Schritt für Schritt tastete sie sich mit ängstlich verzerrter Miene und trotzig zusammengebissenen Zähnen nach vorne. Kurz darauf hatte sie ihn erreicht.
Sie packte den erhofften Lebensretter vorsichtig, der etwa 2 Meter lang war sowie dick wie ein muskulöser Arm. Indem sie größte Behutsamkeit zu Tage legte, kehrte sie damit zum Ort zurück, aus dem die gellenden Todesschreie kamen. Sie durfte sich jetzt keinen Fehler leisten. Wenn er nicht bald zum Kreischen aufhörte, dann wäre es zu spät. Sie würde ausflippen und ebenfalls die Nerven verlieren. Wer konnte sich bei solchen Tönen schon entspannen und die nötige Ruhe aufbringen, um eine so wichtige und schwierige Rettungsaktion durchzuführen? Sie nicht.
Oder doch? Denn als sie sich der Unglücksstelle bis auf ein paar Meter genähert hatte, legte sie sich flach auf den Bauch. Sie achtete nicht mehr darauf, ob sie schmutzig werden könnte. Jetzt wäre es sowieso schon zu spät, und so robbte sie, den Ast vor sich herschiebend, an den armen, wild strampelnden und schon bis zu den Schultern verschlungenen heran. Sekunden zogen sich wie Stunden dahin. Zentimeter um Zentimeter waren zu bezwingen. Unbarmherzig führte die Zeit Krieg gegen unsere Helden. Der Ewigkeit war es egal, ob die Rettungsaktion erfolgreich zum Abschluß gebracht werden konnte oder auch nicht. Denn was war schon ein Menschenleben. Nichts im Vergleich zu den vielen Millionen, die es sonst noch gab. Sowohl Lema als auch Buxi bewegten sich langsam, sie nach vorne, er nach unten. Doch schließlich sollte es klappen. Buxi bekam das lebensrettende Holzstück zu fassen. Aber die Gefahr war noch lange nicht vorüber. Jetzt begann erst der wirklich schwierige Teil der Rettungsaktion. Lema trat den Rückzug an. Nicht, weil sie feig war, sondern weil sie Buxi aus dem Morast ziehen wollte. Während sie versuchte, mit der zusätzlichen Last behutsam und vorsichtig nach hinten zu gelangen, fand auch die „Talfahrt“ Buxis ein jähes Ende. Endlich zeigte sich ihm eine Möglichkeit auf, dieses Mißgeschick zu überleben. Es gelang ihm spät aber doch, sich still zu verhalten. Es wurde aber auch Zeit. Denn nur wenn er völlig ruhig war und sich nicht unnötig bewegte, dann konnte ihm seine Freundin die nötige Hilfestellung leisten.
Oft wurden die Bemühungen, die man in eine Sache hineinsteckte, nicht belohnt. Heute war es auf jeden Fall anders. Sie sollten es schaffen. Man kann nicht nur Pech haben. Wer weiß, vielleicht waren die Götter noch immer auf ihrer Seite? Wie ließe sich sonst der Ast erklären, der so ganz zufällig in der Nähe des unmittelbaren Geschehens vom einzigen großen Baum abgebrochen war? Ansonsten zeigte sich die Vegetation höchstens in Form von niedrigen, verkrüppelten Sträuchern und mannigfaltigen, in allen Farben leuchtenden Sumpfblumen.
Nach nie enden wollenden wenigen Minuten hatten sie ihr gemeinsames Ziel erreicht. Buxi war der unmittelbaren Gefahr entronnen. Total verdreckt, erschöpft aber glücklich, daß sie beide noch lebten, umarmten sie sich, als sie schließlich wieder auf sicherem Boden standen. Für vermutlich nicht ungerechtfertigte Dankes- und Trostworte war vorerst kein Platz. So etwas hatten sie nicht nötig. Es war für die beiden mehr als nur selbstverständlich, sich in jeder Notsituation beizustehen und zu helfen.
Nachdem sie sich wieder etwas gefaßt hatten, beschlossen sie noch immer schweigend dafür aber mit intensiven Augenkontakt, ihren Weg wie geplant fortzusetzen. Erst jetzt bemerkten Lema und Buxi, daß die Sonne wieder ihre warmen Strahlen auf alles herniedersenkte, das danach lechzte. Dampfschwaden stiegen vom Boden wie freigelassene Geister auf. Sie mußten trotz allem weiter.
Doch zuerst suchten sie einen Bach oder einen Fluß, irgendein Gewässer, in dem sie ihre verschlammten, auf der Haut unangenehm klebenden Gewänder reinigen konnten. Sie waren total verdreckt. Natürlich nahm das ihnen in dieser speziellen Situation keiner übel, weil sie sowieso von niemanden gesehen wurden.
Die beiden Helden fanden nach kurzer Suche, was sie begehrten. Ein kleiner Bach schlängelte sich romantisch durch die Landschaft. Gut sie waren solchen milliardenfachen Ansammlungen von Wassertropfen schon mehrmals begegnet, denn ein Dürregebiet gab es in diesen Breitengraden und während dieser längst vergangenen Zeit wirklich nicht, doch niemals zuvor hatten sie eine solche so dringend benötigt.
Auch der Boden schien hier nicht mehr so trügerisch zu sein. Die ärgste Gefahr war überwunden. Das Gelände war wieder trockener und damit auch fester geworden. Es bot sich bestens dazu an, eine längere Rast einzulegen und verriet mit keinem noch so kleinen Hinweis, daß sich nicht weit von hier fast eine Tragödie abgespielt hatte. Es zwang die beiden jungen Menschen direkt. Sie brauchten ein wenig Zeit, um sich endgültig zu beruhigen, zu reinigen und auf weitere möglicherweise nicht ganz ungefährliche Abenteuer vorzubereiten.
Sie rissen sich zwar nicht gerade die Kleider vom Leibe, aber eine gewisse Hektik legten sie schon an den Tag. Alles klebte auf ihrer Haut und stank zum Himmel. Wenn sie das ganze Zeug auf ihren Körpern trocken werden ließen, dann wären sie bald steif und somit bewegungsunfähig. Das war nicht ihr unmittelbares Ziel. Starr wären sie später- im Leben nach ihrem irdischen Dasein - noch lange genug. Deshalb stiegen sie, so wie die Götter sie geschaffen hatten, in die kühlen Fluten und genossen es, sich gegenseitig den Dreck von der bloßen Haut abzuwaschen. Nachdem sie sich vom Schmutz befreit hatten, planschten und tollten sie noch herum, bespritzten sich gegenseitig, alles in dem Bewußtsein, daß sie dem Tod ein Schnippchen geschlagen hatten. Es machte ihnen riesigen Spaß, sich im klaren Wasser auszutoben. Es erwies sich als richtig befreiend, ein schier unbeschreibliches wolliges Gefühl, nach der heil überstandenen Gefahr. Sie hatten keine Scheu voreinander. Nur die Sonne, die lächelnd über allen Dingen Stand, beobachtete sie in ihrem Tun, doch sie sagte auch nichts angesichts der zur Schau getragenen Blöße der jungen Menschen.
Schließlich stiegen sie doch noch aus dem Wasser und gingen ans Land, schlossen sich daraufhin fest in die Arme, damit sie sich ja nicht mehr verlieren konnten und waren überglücklich.
Sie verbrachten einige Zeit damit, sich mit innerster Zuneigung und größtem Respekt füreinander näher kennenzulernen. Buxi wagte kaum, sie anzusehen und erforschte deshalb ihren zarten Körper zuerst einmal mit seinen nicht nur zur groben Feldarbeit sondern auch zu sanften Streicheleinheiten fähigen Hände. Langsam glitten sie vom Gesicht und Hals abwärts, streiften all jene Rundungen, die ihm schier den Verstand rauben wollten. Jetzt sah er sie doch an. Sie war bezaubernd schön, wie sie so dastand. Die rotbraune Färbung ihrer Haut, erwies sich als makellos vom Scheitel bis zur Sohle. Lema erinnerte Buxi nicht an die Biene, die zärtlich das Gänseblümchen umkreist, sich dann darauf setzt und den süßen Nektar genießt. Sie erinnerte ihn nicht an einen tosenden einem Naturwunder gleichenden Wasserfall, der sich todessüchtig in die Tiefe stürzt. Sie erinnerte ihn nur an sie selbst - und das war schön genug. Er konnte sich nichts Wunderbareres vorstellen. Das brauchte er aber auch gar nicht, denn sie war ja ganz nah bei ihm, berührte ihn ihrerseits mit tausend Händen und bedeckte ihn mit einem Teppich von sanften feuchten, von roten Lippen unterstützten Liebkosungen, die nicht nur sein Herz zum pochen brachten. Langsam sanken sie zu Boden und konnten einfach nicht aufhören ihre Zärtlichkeiten fortzusetzen.
Es geschah, was sich in einer solchen Situation wohl als nicht zu vermeiden erwies. Aber sie hatten ja auch keinen Grund, sich zu beherrschen. Es war für beide das erste Mal und so wunderschön. Langsam wurde der Atem der beiden sich Liebenden wieder flacher und der Herzschlag ein wenig ruhiger.
Zahlreiche glückliche Gedanken später lagen Lema und Buxi friedlich nebeneinander am Bachufer und gaben sich ungestört geheimen aber von unsagbaren Glück beseelten Tagträumen hin, wobei sich ihre Hände in friedlicher Zweisamkeit fanden und sich niemals mehr loslassen wollten.

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