Literarisches / Archiv/Zeit für ein Gedicht? Für Zugestiegene: Startseite 
[Absurdistan - Der Wochenrückblick] [Gäste] [LiteraturWettbewerbe] [Veranstaltungen] [LiteraturChat] [Buchwelt] [Allerlei & Tipps]


 zurück zur Hauptseite

 HITLISTE - Stimm mit!

Werbung:
Dein persönliches Auftragsgedicht:
- Geburtstag
- Hochzeit
- Pensionierung
- Liebesbeweis
- und vieles mehr

>> informiere Dich >>
Resi

Es läutet und wer steht ganz verlassen vor meiner Tür?
Wer will in der heutigen finsteren Nacht noch zu mir?
Es wird wohl meine herzensgute, tolle Resi sein.
Sie lasse ich doch mit meiner ganzen Freude herein.

Ich liebe und begehre sie um alles in der Welt,
denn ich bin für sie, das weiß ich, der allergrößte Held.
Ich muß mir nur noch rasend schnell meine Haare kämmen.
Dann erst werd' ich hinunterrennen - und mit ihr pennen.

Da, es läutet schon ganz ungeduldig das zweite Mal.
Ich habe jetzt, so glaubt es mir, keine andere Wahl.
Die steilen Stufen steige ich wohl nun hurtig hinab.
Die nur mich liebende Resi hält mich ganz schön auf Trab.

Ich öffne die Türe, die Lippen zum Kusse bereit.
Meine Pupillen, sie werden plötzlich vor Schreck ganz weit.
Resi ist es kaum. Sie steht nicht wohlwollend vor der Tür.
Mit was straft mich da Gott, was kann ich Armer denn dafür?

Ein Schwarzer blickt mir völlig unverfroren ins Gesicht,
sicher ein Nigger, er ist wohl nur auf mein Geld erpicht.
Ein gebrochenes Deutsch kommt aus seinem offenen Mund.
Seine Augen sind nicht eckig, sondern bloß kugelrund.

Er begehrt Spenden für afrikanische Studenten.
Er geht mir viel mehr auf die Nerven als Zeitungsenten.
Ich geb' ihm zu verstehen, er soll sich schleunigst schleichen,
bei mir wird er so schnell nichts zielführendes erreichen.

Da fängt er nochmals schnell und verzweifelt zu reden an,
so gut er in der deutschen Sprache eben stottern kann.
Er berichtet von den schrecklichen, trockenen Dürren.
Die sind sicher keine erlogenen Starallüren.

Es heißt, daß sehr viele Kinder im Elend verrecken.
Kann niemand ihren Nahrungsbedarf so richtig decken?
Die klimatischen Bedingungen sind oftmals ein Graus.
Dieser Umstand macht aber den großen Bossen nichts aus.

Es fehle, so meint er, an allen Ecken und Enden.
Wir sollen doch abgeben von uns'ren Dividenden.
Er schließt mit den Worten: "Nach Bildung müssen wir streben,
denn das wird sicher unseren Lebensstandard heben."

Ich geb' ihm natürlich recht und sage hastig zu ihm,
daß wir hier und jetzt einig sein müssen, ein starkes Team.
Doch, wie soll ich es ausdrücken, es tut mir sehr, sehr leid.
Ich Habe leider momentan, ich schwör's, kein Geld bereit.

Er soll es doch beim freigiebigen Nachbarn versuchen,
er versteht was davon, viel Geld auf's Konto zu buchen.
Ich dränge ihn nun sanft bei meiner Haustür hinaus.
Wo bleibt denn die Resi! Warum kommt sie denn nicht nach Haus'?

Falls er Dir gefallen hat, dann stimm' für diesen Beitrag

zurück
Weitere Texte von Reinhard:
- Abendgedanken & mehr
- Melanie
- Liebe I
- Da hast Du mich im Traum berührt
- Tamerson
- Nur Du oder Das erste Mal
- ... und das soll ein Kabarett sein?

Bevor Du weitersurfst möchtest Du Dich möglicherweise noch ins Gästebuch eintragen?

Werbung:

Mitarbeit...
Du willst diese Online-Zeitung mitgestalten? Schick mir Deine Gedichte, Kurzgeschichten, Buchbesprechungen, Kritiken, Lobeshymnen - oder vielleicht ganz was Neues? Erlaubt ist, was Spaß macht und keinen kränkt oder geschmacklos ist.

Schreib', was Dich bewegt: leitner@wiend.at


http://www.wiend.at
E-Mail:leitner@wiend.at